Feuerwehr Kirchhorst 
- mitten im Dorf -

Übungsdienste im 4. Quartal 2017

20.12.2017 - Gemütliches Jahresende

Zum Jahresende findet bei uns immer eine kleine Weihnachtsfeier statt. Es wird eine Kleinigkeit zusammen gegessen und Kekse gekabbert. Das allseits beliebte Schrottwichteln ist das Highlight des Abends, moderiert wie immer vom Festkommittee  Ricarda und Svenja. Nach ein paar fleißigen Würfelrunden hatte jeder von uns ein lustiges Geschenk vor sich, das dann ebenso vom Würfelglück gesteuert hin und her getauscht werden mußte. Manche der Goldstücke sind so "beliebt", daß sie im nächsten Jahr sicher wieder auftauchen - ein großer Spaß für alle.

Wir hoffen, daß Ihr und Eure Familien besinnliche Weihnachten hattet und gut in's neue Jahr kommt. :)  [PS]

(Fotos wegen DSGVO entfernt, leider.)

13.12.2017 - Abschlussübung zur Technischen Hilfeleistung

Heidewitzka, war das ein Finale... In den vergangenen Wochen haben wir uns unter Anleitung von Gruppenführer Maurice Fahsmann zunächst theoretisch, aber dann auch praktisch der Rettung von Personen aus verunfallten Fahrzeugen gewidmet.

Welcher Trupp sichert die Einsatzstelle, wer bereitet den Materialablageplatz vor? Welche Aufgaben hat der "Innere Retter", wo können wir mit unserem Hilfeleistungsgerät Zugangsöffnungen schaffen, und wie halten wir den Stresspegel für den Verletzten möglichst gering? Und das in einer Situation, in der eine ganze Feuerwehrgruppe damit beschäftigt ist, den verunfallten PKW in seine Einzelteile zu zerlegen. Hohe Anforderungen an ehrenamtliche Feuerwehrkräfte!

Insgesamt fünf gespendete PKW konnten wir bei den Dienstabenden nutzen, um Personenrettungen zu üben und ein Gefühl für die immer höchst individuellen Anforderungen bei Verkehrsunfällen zu gewinnen. Ganz klar: Bei einem Realunfall geht es um Geschwindigkeit und Effizienz, da müssen die erfahrenen Feuerwehrkameraden ran. Aber in der Übungssituation haben sich alle Einsatzkräfte beweisen können und einen Eindruck davon gewonnen, welche Kräfte beim Einsatz der hydraulisch betriebenen Rettungsgeräte Schere und Spreizer freigesetzt werden. Im Einsatzfall könnte jeder gefordert sein.

Der 16-jährige Justin, seit 2 Wochen fertig ausgebildetes Mitglied der Einsatzabteilung, fasste es für uns alle treffend zusammen: "Wahnsinn, was der Spreizer für Kraft hat! Gegenarbeiten bringt nichts. Du musst das Gerät arbeiten lassen."

Ob wir die letzten drei Übungsdienste gut genutzt hatten, sollte sich gestern, am 13.12.2017 beweisen. Quasi beim "Finale": Jörg Czechan hatte in seinem Garten ein Übungsszenario komponiert, das es in sich hatte: Ein Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Autos, eine enge Aufstellung der PKW zwischen weiteren Hindernissen, so dass wenig Bewegungsfreiheit vorhanden war und zusätzlich auch noch ein verunfallter Fahrer, dem sich eine Metallstange in den Körper gebohrt hatte. Also eine echte Herausforderung für Gruppenführer Lars Knoche und sein Team.

Und das Team funktionierte! Die Besatzung des Tanklöschfahrzeugs baute einen zweifachen Löschangriff zur Einsatzstellenabsicherung auf, während die Einsatzkräfte des Löschgruppenfahrzeugs den Unfall ausleuchteten, den Ablageplatz einrichteten und der Gruppenführer die Einsatzstelle erkundete. Sven, der heute Abend die Funktion des Inneren Retters übernahm, wusste, was er zu tun hat: Schutz des Verunfallten bei der nun folgenden Öffnung des Fahrzeugs und Weitergabe von Informationen an den Verunfallten bzw. den Gruppenführer. Gruppenführer Lars und Angriffstruppführer Patrick entschieden sich, den Verunfallten mithilfe des Spineboards von hinten durch den Kofferraum und über die Rücksitzbank zu retten, da alle Türen blockiert waren. Also "Fischdose", die Heckklappe und das Dach müssen raus! Unter Einsatz der Rettungsschere und der Säbelsäge wurde das Dach entfernt und damit der Zugang zum Fahrer geschaffen.

Gleichzeitig stabilisierten Timo und ein weiterer Trupp die Verletzung des Fahrers und machten ihn damit transportfähig. Abschließend konnte der Verletzte unter Einsatz sämtlicher Einsatzkräfte vom Fahrersitz auf das Spineboard verlagert und durch die geschaffene Zugangsöffnung aus dem Unfallfahrzeug befreit werden.

Die beobachtenden Ortsbrandmeister waren beeindruckt, mit welcher Ruhe und Konzentration die Gruppe das anspruchsvolle Übungsszenario abgearbeitet hat. "Da hat ein echtes Team zusammengearbeitet", fasste Arne die Erkenntnisse der Einsatzübung zusammen. [AZ]

 

08.11.2017 - Atemschutz-Einsatzübung

Unser Schwerpunktthema Atemschutz ging heute mit einer praktischen Einsatzübung zu Ende. Vorab haben Sven und Maurice noch einmal Grundsätzliches zum Innenangriff bei der Personenrettung und der Brandbekämpfung abgefragt: was ist mitzunehmen, worauf ist zu achten und wie sollte dann vorgegangen werden? Die Truppe war nun startklar, und es ging nach überraschend kurzer Fahrt zu unserem Kameraden Olli, der nach einem Wasserschaden im Keller sein Untergeschoss für unsere Übung freigegeben hatte.

Von zwei Fahrzeuge wurde die Löschwasserversorgung mit Wasser bis zum Verteiler aufgebaut, der Angriffstrupp machte sich derweil im dunklen Keller an die Suche nach einer vermissten Person. Der nächste Trupp ging dann zügig zur Brandbekämpfung vor.

Als alles gefunden und gelöscht war, konnten wir dann noch an den Innentüren die gewaltsame Öffnung üben (meistens müssen wir ja Vorsicht walten lassen, hier dieses Mal nicht!) Die Türen waren für unser Halligan-Tool aber kein echtes Problem. Am Schluss wie immer Manöverkritik und der Rückbau, was bei ungemütlichem Wetter nicht allzu lange dauerte.  [PS]

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01.11.2017 - Durchblick erforderlich

Bei Übungsdienst am 01.11. haben wir uns mit dem Thema Licht/Beleuchtung und der Be- und Entlüftung von Gebäuden beschäftigt. Für alle selbstverständlich im eigenen Heim: Stecker in die Steckdose, und es wird hell. Bei der Feuerwehr ist das etwas anderes, denn wir haben nur begrenzte Möglichkeiten, eine Einsatzstelle genügend auszuleuchten.  

Klaus erklärt die Bedienung des Stromerzeugers

Daher haben wir uns intensiv mit unserem Stromerzeuger, dem mobilen Lichtmast und dem Lichtmast auf dem Fahrzeug beschäftigt, um in praktischer Übung eine optimale Ausleuchtung einer Einsatzstelle (hier: unsere Terrasse) zu erzielen. Es gab sicherheitsrelevante Punkte zu beachten sowie auch praktische Hinweise, um die Einsatzkräfte nicht zu blenden und die Schattenwirkung zu verringern. Unsere fiktive Einsatzstelle war unser vollständig von innen vernebeltes Gerätehaus.

Praktischer Einsatz des Drucklüfters

Um den künstlichen Nebel wieder aus dem Gerätehaus zu bekommen, wurden praktische Übungen mit unserem Hochdrucklüfter und verschiedenen Fensteröffnungen durchgeführt. Die richtige Ausleuchtung auf der Gebäuderückseite half dabei sehr, dass jeder sofort die Veränderungen und mögliche Folgen beim Abzug des Nebels erkennen konnte. [AZ]

 

25.10.2017 - Ausbildung Maschinist, Schwerpunkt Pumpen

Bevor wir auf den Schwerpunkt des Ausbildungsthemas eingingen, haben wir uns zunächst mit den Aufgaben und den Verantwortlichkeiten eines Maschinisten auseinandergesetzt. Er fährt nicht nur das Löschfahrzeug mit Blaulicht und Martinhorn zum Einsatzort, sondern hat eine Vielzahl von Aufgaben zu erledigen. Das reicht von der Herausgabe der Gerätschaften, der Durchführung einer Atemschutzüberwachung bis zum Bedienen der Aggregate und Pumpen. Nach dem Einsatz muß er dafür sorgen, daß alle Geräte wieder vollzählig, sauber und einsatzbereit an Bord sind und auch das Fahrzeug gereinigt wird.

Beim Schwerpunktthema haben wir uns zunächst die unterschiedlichen Arten von Pumpen in neun Gruppen unterteilt in der Theorie angesehen (wir haben nicht aus jeder eine Gruppe eine Pumpe). Dabei wurde über Einsatzmöglichkeiten, Besonderheiten, technische Daten und sicherheitsrelevante Punkte informiert. Dann ging es in der Fahrzeughalle (aufgrund der Witterung) um „unsere“ Pumpen. Dabei wurden die zuvor genannten Punkte an unseren Einsatzmitteln direkt besprochen. Die praktische Ausbildung wird einzeln in den nächsten Einsatzübungen bei hoffentlich besserem Wetter stattfinden, da eine Gruppenausbildung hier nicht sinnvoll ist. [AZ]

 

11.10. und 18.10.2017 - Atemschutzgrundwissen und Ausrüstung

An diesen beiden Übungsdiensten hatten wir das Thema Atemschutz und die Frage: "Was braucht ein Atemschutzgeräteträger alles im Einsatz?".

Wir haben dazu im ersten Step Gerätekunde praktiziert und erklärt, wo wir welche Geräte auf den Fahrzeugen untergebracht haben und wie sie benutzt werden. Im zweiten Step wurde an den Atemschutzgeräten eine sogenannte Kurzprüfung durchgeführt, mit der man testet, ob das Gerät im einwandfreien Zustand ist. Danach wurden zwei Kurzeinsätze gefahren: einmal in der Oppersheide, wo eine vermisste Person aus dem ersten Stockwerk zu retten war, und dann im Kindergarten, wo ein Küchenbrand simuliert wurde. Dabei wurde geübt, dass die PA-Träger in den verschieden Einsatzfällen auch richtig handeln und die unverzichtbare Ausrüstung mitnehmen. [PS]

04.10.2017 - Ü-Dienst "zur besonderen Verfügung"

Leckere WeiterbildungLeckere Weiterbildung

Unser heutige Ü-Dienst ging der Frage nach, wie andere Feuerwehren im Einsatz vorgehen. Die Doku-Serie "Feuer & Flamme" berichtete vor einigen Monaten im WDR von der Arbeit der Gelsenkirchener Berufsfeuerwehr, und im Netz finden sich viele weitere seriöse Dokumentationen, die Einsätze von Kameraden anderer Wehren beschreiben. Grund genug, einmal mit Laptop und Beamer ausführlich den Kollegen über die Schulter zu schauen und den Ablauf zu diskutieren. Das ließ sich bestens mit einem gemeinsamen Abendessen - in diesem Fall dem vermutlich letzten Grillen in diesem Jahr - verknüpfen. In großer Runde fand dieser Innendienst bei ungemütlichem Wetter und leckerem Schnitzel, Salat und Brot natürlich besonderen Anklang (und wollte unbedingt bald wiederholt werden :-). [PS]